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Hessischer Landeskatechismus mit einer Auswahl von Sprüchen, Psalmen und Kirchenliedern / bes. von Friedrich Opper
Entstehung
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4. So steht, Jesu, mein Verlangen gang und einzig nur nach dir. Ach, ich dürft' an dir zu hangen! neige du dein Herz zu mir! Wenn auch viele träg verweilen, brenn' ich doch, dir nachzueilen. Jesu, Geist und Leben ist, was von deinen Lippen fließt.

5. Ja, mich reizt der Weisheit Fülle, die in dir verborgen liegt.

Hilf mir nur, daß sich mein Wille ganz in deinen Willen fügt, daß die Demut mich regieret und zur rechten Weisheit führet. Mir entdeckt sich ihre Spur, fenn ich dich, mein Jesu, nur.

6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilig, köstlich Blut. Mir auch haft du, Herr, erworben, als du an dem Kreuz gestorben, meinen Schmuck, das reine Kleid gültiger Gerechtigkeit.

7. Nun so gieb, daß meine Seele, Herr, zu deinem Bild erwacht. Mir bist du, den ich erwähle, auch zur Seiligung gemacht.

Was nur dient zum wahren Leben, das ist mir in dir gegeben. Ach! entreiß mich ganz der Welt, daß ich thu, was dir gefällt.

8. Herr, was soll ich mehr verlangen, da in dir mein Herz nur ruht? Du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut; bast mich meiner Band entbunden, ewige Erlöfung funden,

daß ich mich Gott freudig nahn, kindlich Abba rusen kann.

9. Volle G'nüge, Fried und Freude ist's, was meine Seel ergeht. Hirt, auf wie so gute Weide bast du mich, dein Schaf, verseht. Jesu! soll ich dich nur haben, was kann mich wohl süßres laben? Wo ist, was mich mehr erquickt, als wenn dich mein Glaub erblickt?

9)( Ref. Ges. Nr. 318, Luth. Ges. Nr. 163, Kernl. 102.)

Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht! Stern Jakobs! sieb nach deinem Licht mein Auge sehnlich schmachten.

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10. Drum sollst du mir nur das eine, du nur sollst mein Alles sein. Prüf' und forsche, wie ich's meine, und tilg' allen Heuchelschein. Wenn die Welt bald lockt, bald höhnet, sich das Fleisch nach eitlem sehnet, auch die Hölle stürmt und droht, währ ich dich, denn eins ist not.

Joh. Heinrich Schröder( 1666-1699).

1. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! Jesu! o welch ein Glanz geht auf im Herrn! wer sollte sein nicht achten?

Jesu!

schön und prächtig! groß und mächtig! reich an Gaben!

über alles hoch erhaben!