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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
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Weihnachtsneder.

3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr; so laß mich von dir nicht wan­ken, nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnaden­sonne.

4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden

bitten

an, schenke, was man fann, zu erquicken deine Brü­der; gib der ganzen Christen­schaar Frieden und ein seligs Jahr. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnaden­sonne.

Chrift. Keymann, geb. 1607,+ 1662.

Mel. Da Christus geboren 2c.

67. Wunderbarer Gna­denthron, Gottes und Marien Sohn, Gott und Mensch, ein fleines Kind, das man in der Krippen findt, großer Held von Ewigkeit, dessen Macht und Herrlichkeit rühmt die ganze Christenheit!

2. Du bist arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich; du wirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott; aller Welt wird of fenbar, ja auch deiner Feinde

Schaar, daß du Gott bist wun­derbar.

3. Laß mir deine Güt und Tren täglich werden wieder neu; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Noth und Tod ansicht; laß mich deine Herrlichkeit, deine Wunder­gütigkeit schauen in der Ewig­feit.

Joh. Olearius, geb. 1611, † 1684.

Mel. O daß ich tausend Zungenic. 68. Dieß ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkel­heit; und dieses Welt- und Himmels- Licht weicht hundert­tausend Sonnen nicht.

2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gna­denschein! Der Glanz in die­ser kleinen Höhle streckt sich in der Höllen Macht, der Sünden alle Welt hinein; er treibet weg und des Kreuzes Nacht.

3. In diesem Lichte fannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit. Wann Sonne, Mond und Stern vergehen vielleicht in noch gar furzer Zeit, wird dieses Licht mit seinem Schein dein Himmel und dein Alles seyn.

4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst