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Gebetlieder.
Mel. Herzlich thut mich 2c.
muth überwind, und wenn ich
19. Laß mich dein seyn und Rath bedarf, auch guten Rath
erfind.
bleiben, du treuer Gott und Herr! Von dir laß mich nichts treiben; halt mich bei reiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken; gib mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit.
Nitol. Selnecker, geb. 1532,+ 1592. Eigne Melodie.
20. Gott, du frommer
Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben: gefunden Leib gib mir, und daß in solchem Leib ein unverTette Seel und rein Gewissen bleib.
2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gib, daß es gerathe wobl.
3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß fein unnüglich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß.
5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist; willst du mir etwas geben än Reichthum, Gut und Geld, so gib auch dieß dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sey.
6. Soll ich auf dieser Welt
mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen: so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar.
7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei meiner Eltern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab.
4. Finde ich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanft
8. Wenn du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf.
9. Gott Vater, dir sev Preis hier und im Himmel oben! Herr Jesu, Gottes Sohn, ich will dich allzeit loben! O beilger Geist, dein Ruhm erschall je mehr und mehr! Dreieinger


