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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
Entstehung
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Lob- und Danklieder.

daß mein Freund, der mich lie­bet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Al­les Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wann der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten fann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

Paul Gerhardt, geb. 1606, 1676.

12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieſer Zeit 9. ey Lob und Ehr dem

Mel. Es ist das Heil uns 2c.

Lob und lieb in Ewigkeit.

höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wun­der thut, dem Gott, der mein

Gemüthé mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt: Gebt un­ferm Gott die Ehre!

2. Es danken dir die Him­melsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen

Eigne Melodie.

8. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, meine geliebete Seele, das ist mein Begehren; kommet zu Hauf, Psalter und Harfe, wacht aus, lasset den Lobgesang hö­

ren!

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2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der

dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir immer gefällt; hast du nicht dieses verspüret?

3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Noth hat nicht der gnä­dige Gott über dir Flügel ge­breitet?

4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar geseg­net, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmäch­tige kann, der dir mit Liebe begegnet!

5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; lobend beschließe mit Amen!

Joachim Neander, geb. 1640, 1680.