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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern : [nebst Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen]
Entstehung
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Lob und Danklieder.

3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein theu­res Blut gewinn. Ddu ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Re­gierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem het­len Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Got­tes Lieb in Ewigkeit.

5. Meiner Seele Wohlerge hen hat er ja recht wohl be­dacht; will dem Leibe Noth zu­stehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Kön­nen, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizule­gen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewig­feit.

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Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält. Thier und Kräuter und Getreide in den

7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein An­gesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst ge­nesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

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8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan umge­führt, die mich doch mein Le­betage niemals noch bisher ge­rührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich biswei­len Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu Gut, will mein Fehlen mit der Ruth und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

10. Seine Strafen, ſeine Schläge, ob sie mir gleich bit­ter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen,