1. Capitel., Gegrüßet seist du, Königin'. 15 reden lassen; wir wollen mit Stillschweigen übergehen die Versuchten, welche sie unterstützt, die Betrübten, welche sie getröstet, die Gefallenen, denen sie aufgeholfen, die nahezu Verzweifelnden, die sie aufgerichtet, die Sterbenden, welche sie bei dem gefährlichen Uebergange in die Ewigkeit gegen die Anfälle des bösen Feindes vertheidigt hat; denn daß Millionen von Zeugen ihre Liebe zu uns an den Tag gelegt haben, ist eine anerkannte Thatjache: so viele öffentliche Denkmäler, so zahlreiche Schriften werden bis an das Ende der Zeiten reden; nur an den Hauptbeweis wollen wir uns halten. Was denkt und spricht die hei lige Kirche von der Barmherzigkeit unsrer Mutter? Was sagt ein berühmter Kirchenrath? ,, Maria geht unsern Wünschen entgegen und kommt unsern Gebeten zuvor!" Was singen wir im Hause Gottes? Maria ist die Zuflucht der Sünder, der Trost der Betrübten, das Heil der Kranken!" Wie lautet jener uralte Gesang? ,, Daß du, o heilige Jungfrau, eine Mutter der Gnaden, eine Mutter der Barmherzigkeit bist; daß das Mitleid mit dir geboren und von Kindheit an mit dir gewachsen sei." So dachte von jeher die heilige Kirche, so dachten unsre Väter und Voreltern von Maria. Welch eine Fülle des Trostes und der Zuversicht: die Mutter unsres Erlösers ist auch unsere Mutter!
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Wenn dich, Verehrer Mariens, die Welt verläßt, sieh, Maria ist deine Mutter, sie wird dich nicht verlassen. Wenn du in trüben Stunden mit schweren Leiden zu kämpfen hast und keinen Menschen mehr findest, der sich deiner annimmt; fieh,


