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Die Herrlichkeiten Mariens / von hl. Alphons von Liguori. Für das deutsche Volk umgearbeitet und mit Andachts-Uebungen vermehrt von Anton Merk. Verbessert hrsg. von J. B. Kempf
Entstehung
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1. Capitel., Gegrüßet seist du, Königin'. 13

jeden, der sich an dich wendet, Erbarmung zu erwirken. Wenn ich auch bis zur Stunde in dei­nem Dienste nachlässig und träge gewesen, so ver­spreche ich dir doch heute, daß es fünftig mein. eifrigstes Bestreben sein wird, mich deinen Vereh­rern anzureihen und jeden Anlaß zu benußen, um dir zu zeigen, wie findlich ich dich liebe und verehre. Amen.

§. 2. Maria, unsere Mutter.

Durch die Sünde haben wir die Gnade Got­tes verloren und sind dem ewigen Tode anheim­gefallen. Aus unendlicher Liebe und Erbarmung hat uns Jesus durch seinen Versöhnungstod jene Gnade und jenes Leben wieder erworben und ist dadurch der Vater unsrer Seelen im neuen Gnadenbunde geworden. Ist nun Jesus der Vater unsrer Seelen, so ist Maria unsre Mut­ter; denn als sie uns Jesum gab, schenkte sie uns das wahre Leben, und als sie das Leben ihres Sohnes auf dem Calvarienberge für unser Heil aufopferte, hat sie uns zugleich zum Leben der göttlichen Gnade wiedergeboren. Der hl. Augu­stinus lehrt, weil Maria bei dem großen Versöh­nungsopfer auf Golgatha durch ihre Liebe mitge­wirkt, daß die Gläubigen zum Leben der Gnade wiedergeboren wurden, sei sie hiedurch ebenfalls geistiger Weise unser Aller Mutter geworden, die wir Glieder unsres Hauptes Jesus Christus sind.*)

Als Erlöste gehören wir dem Sohne Gottes an. Können wir aber dem Sohne angehören, *) S. Aug. d. Virg. Cap. 6.