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Evangelisches Gesangbuch für die Provinz Sachsen / auf Beschluß der Provinzialsynode ausgearbeitet u. hrsg. mit Genehmigung der kirchlichen Behörden
Entstehung
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II. Weihnachten.

26.

Mel.: Wie herrlich ists, ein Schäflein Christi werden( 23).

Liebe, die den Himmel hat zerrissen, die sich zu mir ins Elend niederließ, was für ein Trieb hat dich bewegen müssen, der dich zu mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan, sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an.

2. Die Liebe ist so groß in deinem Herzen, daß du für mich das größte Wunder thust; die Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesrat, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat!

3. Die Liebe ist mein Anver­wandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit, die Gottheit selbst lebt nun in meinem Orden, die Ewigkeit vermählt sich mit der Zeit. Das Leben selbst ist Mensch geboren, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, das wir verloren.

4. In ihm wird nun die Menschheit ausgeföhnet, die Rei­nigkeit der Seelen wiederbracht;

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sie wird als Braut der Gottheit nun gekrönet, da sie der Himmel selbst so angelacht. Die Menschheit wird nun ganz erneut und als ein reiner Thron der Gottheit eingeweiht.

5. Die Weisheit ſpielt nun wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen grünt. Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herren dazu dient. Die neu­geborene Seele spürt, daß sie ein andrer Geist aus ihrem Ursprung rührt.

6. Kein Elend kann nun unserm Herzen schaden, Immanuel ist bei uns in der Not; ich gehe nur zu ihm, dem Quell der Gnaden, so dient mir selbst das Elend und der Tod. Der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann.

7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdammet ist; was schaden nun der