II. Weihnachten.
2. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hat dein Herze schon bedacht, wie du mein wolltest werden.
3. Ich lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen!
.
4. Ich sehe dich mit Freuden an, und kann mich nicht satt sehen, und weil ich nun nicht weiter kann, bleib ich anbetend stehen. daß mein Sinn ein Abgrund wär, und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen.
Lobt Gott, ihr Christen allzu
gleich, in seinem höchsten Thron, der heut aufschleußt sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn..
21
5. Du fragest nicht nach Luſst der Welt, noch nach des Leibes Freuden: du hast dich bei uns eingestellt an unsrer Statt zu leiden. Suchst meiner Seelen Trost und Freud durch dein selbsteignes Herzeleid: das will ich dir nicht wehren.
6. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und lege bei mir ein dich und all deine Freude.
24.
Eigne Melodie.
7. Zwar sollt ich denken, wie gering ich dich bewirten werde: du bist der Schöpfer aller Ding, ich bin nur Staub und Erde; doch bist du so ein lieber Gast, daß du noch nie verschmähet hast den, der dich gerne siehet.
Paul Gerhardt 1607-1676.
2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein../


