Gebet.
19. Überhaupt laß mich allen Menschen begegnen, wie ich soll: ehrerbietig sein gegen die Prediger, gehorsam gegen die Obrigkeit, verträglich gegen die Nachbarn, bei den Hohen demütig, bei den Niedrigen freundlich, bei meines Gleichen dienstfertig, dankbar gegen die Wohlthäter, aufrichtig unter den Freunden, fröhlich unter den Fröhlichen, traurig mit den Traurigen, damit meine Liebe rechtschaffen sei, und ich mit jedermann Frieden haben möge.
20. Jedoch, weil es in der Welt gefährlich ist, so regiere mich in der Gesellschaft, daß ich die Bösen meide, zu den Frommen mich halte, den Guten es nachthue, die andern erbaue und also zu jeder Zeit als ein wahrer Christ und ein gehorsames Kind Gottes erfunden werde.
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21. Hernach beschere mir auch, lieber Bater, von deinem zeitlichen Segen so viel, als dein gnädiger, guter Wille ist, und gieb mir, so lang ich lebe, einen guten Verstand, ein fröhliches Herz und einen gesunden Leib.


