14
Gebet.
15. Vor allen Dingen laß die Liebe in mir wachsen und mache mich gerecht, daß ich meinem Nächsten thue, was ich soll, gebe, was ihm gehöret, lasse, was er hat, und das gern gönne, was du ihm bescherest.
16. Wende mein Herz zu der Barmherzigkeit und laß meine Hand freigebig sein, daß ich der Verlassenen mich annehme, den Frrenden rate, die Unwissenden lehre, für die Unmündigen rede, den Armen helfe, die Schwachen stärke, die Verschmachteten labe, den Fallenden aufhelfe, die Unterdrückten hebe, die Notdürftigen befördere, die Betrübten tröste und allen mit einander Gutes erweise.
17. Schaffe auch, daß ich versöhnlich sei, daß ich liebe meine Feinde, segne, die mir fluchen, wohl thue denen, die mich hassen, für die bitte, die mich beleidigen, deren schone, die sich an mir vergreifen.
18. Ja, daß ich sie speise, wann sie hungert, tränke, wann sie dürstet, und also das Böse mit Gutem vergelte.


