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Benjamin Schmolkens Gott geheiligte Morgen- und Abend-Andachten : nebst einem Anhang von andächtigen Wetter-Gebeten / angefertigt durch Friedrich Roth-Scholzen, Herrenstadio-Silesium
Entstehung
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Geistreiche und andächtige

Sünden, und erlasse auch zugleich die Strafen der Sünden, so wollen wir danken unser Lebenlang und deine Treue verkündigen für und für. Herr! deine Güte sei über uns, wie wir auf dich hoffen. Amen.

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Um demüthige und gnägdige Errettung.

1. Ach schone, schone, lieber Gott! ach handle doch mit Gnaden! es kostet dich nur ein Gebot, so sind wir ohne Schaden; was du befiehlst, das muß geschehn! dir, Herr! kann gar nichts wider­stehn, es muß dir alles folgen.

2. So wird demnach dieß Wetter nun, das in der Luft vorhanden, auch ohne dich gar nicht es thun, und wenn es schon entstanden, so stellst du ihm noch Maß und Ziel, ob es soll wenig oder viel in dieser Welt verrichten.

3. Demnach so kommen wir zu dir, als denen angst und bange, und klopfen an vor deiner Thür, daß man die Gnad erlange; daß dieser Blitz und Feuerstrahl, Herr! unsre Sünden nicht bezahl, noch uns der Donner tödte.

4. Dann wenn du, wie wir würdig sind, wirst unser Thun belohnen, so kann kein Sonnen­schein noch Wind der armen Menschen schonen, und wird also in aller Eil, uns nun vielmehr dein Donnerkeil zerschlagen und zerschmettern.