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Benjamin Schmolkens Gott geheiligte Morgen- und Abend-Andachten : nebst einem Anhang von andächtigen Wetter-Gebeten / angefertigt durch Friedrich Roth-Scholzen, Herrenstadio-Silesium
Entstehung
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Morgensegen am Montag.

nach der Art des blassen Mondes schämen, daß ich nicht unbestand in meinem Schilde führ. Die Ruh ist nun vorbei, die Glieder sind er­quicket, ich hülle meinen Leib in seine Kleider ein: gib, daß die Seele sich mit Tugendkleidern schmücket, und wasche nebst der Hand auch das Gewissen rein. Sei meines Leibes Licht und auch das Licht der Seelen, daß ich den ganzen Tag ein Kind des Lichtes bin; vor deiner Augen Licht kann Niemand sich verhehlen, drum leite meinen Fuß auf rechtem Wege hin. Zur Ar­beit hast du mich, und nicht zum Müßiggange in diese Welt gebracht, wo Schweiß und Fleiß gebührt: so gib mir deine Kraft, daß ich den Zweck erlange, zu dem mich dein Beruf und mein Gehorsam führt. Erleuchte den Verstand, daß ich wohl unterscheide, was Nuß und Scha­den bringt, was Fluch und Segen ist; den Wil­len bessere, daß ich das Böse meide und das hin­gegen thu, woraus der Segen fließt. Dein Geist regiere mich, daß ich recht christlich wandle, und denke, daß mein Lauf nur nach dem Himmel geht; steh mir in allem bei, daß, was ich thu und handle, mir und dem Nächsten mußt, und deinen Ruhm erhöht. Gib beides, Rath und That, das Wollen und Vollbringen, daß nichts