Benjamin Schmolkens
Mißverstande, damit das gute Werk hei mir sehr wohl geling. Mein Hirte waide mich auf deiner grünen Aue, und führe mich, dein Schaf, zum frischen Wasser hin; schleuß deinen Himmel auf, daß er mir Manna thaue, laß mir Vergißmeinnicht in deinem Worte blühn, mich hungert, lasse mich mit Lebensbrode speisen, mich dürftet, tränke mich vomBrünnlein Israel. Gib deinen Dienern Kraft, daß sie mich unterweisen: aus ihrem Munde geuß die reine Lebensquell. Dein Weinberg ist für mich, ach, laß mich Trauben bringen und keine Herlinge an meinem Stocke stehn; erwecke Saft und Kraft, die bis zur Wurzel dringen, daß deine Werke bald bei mir ins Leben gehn. Laß mich mein Antlitz nicht im Spiegel so beschauen, wie einer der vergißt, wie er gestaltet war; ein jedes Wort, das du mir läsfest anvertrauen, stell als ein Denkmal nur im ganzen Leben dar. Sobald mich
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