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Kränze ums Kirchenjahr : geistliche Lieder / von Guido Maria Dreves
Entstehung
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der Halbheit und Mutlosigkeit untergehn, wenn nicht ein ernstes Studium des Alten dazu führt, nicht etwa es gleich beim ersten Versuche un­endlich viel besser wissen und machen zu wollen, sondern durch bescheidenes Lernen und Belau­schen den zerrissenen Faden der Tradition dort anzuknüpfen, wo er durch die Ungunst der Zeiten abgebrochen.

So sehen wir ja, daß auf allen Gebieten der christlichen Kunst mit dem schönsten Erfolge verfahren wird, vor allem der Architektur und ihrer Geschwister und Gespielen. Und welch leuchtendes Vorbild hat unter dieser Rücksicht der Pinsel in der Hand des unsterblichen Klein gegeben. Wenn ich mir den Engel des heil. Gesanges, wenn ich mir die fromme Seele eines kirchlichen Liedes als persönliche Erschei­nung denke, es können nur Gestalten sein, so geistig und so gesund, so ernst und mild, so herb und weich, wie wir sie bei ihm zu finden gewöhnt sind, der von den Mustern kirchlicher Blütezeit zwar alles Mangelhafte abgestreift, aber so, daß er auch nichts von dem Edeln, Verkärten, Himmlischen verlor, das sich meist gerade da äußert, wo der vorschnelle Neuling nur Steifheit, nur Manier zu entdecken glaubt. Aber leider, dies Studium ist in Bezug auf unser deutsches Kirchenlied an nur wenige Namen geknüpft. Die Zahl der Eingeweihten und Kunstrichter aber ist trotzdem( oder vielleicht

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