15
Begierde, Jesus im heiligsten Sakramente zu empfangen und in einer liebevollen Umfangung, als hätte man ihn wirklich in sein Herz aufge=
nommen.
Wie wohlgefällig Gott diese geistigen Communionen sind und welche Gnaden er uns mit. telst derselben spendet, ließ er seine Dienerin, die Schwester Paula Maresca, Stifterin des Klosters zur heiligen Katharina von Siena in Neapel erkennen, als er ihr zwei kostbare Gefäße, das eine von Gold und das andere von Silber zeigte und ihr gleichzeitig bemerkte, in dem goldenen bewahre er ihre sakramentalen, in dem filbernen aber ihre geistigen Communionen auf. Auch sagte er zur sel. Johanna vom Kreuz, fie erhalte bei jeder geistigen Communion eine Gnade, welche jener ähnlich sei, die ihr bei der wirklichen Communion gespendet werde. Von besonderer Wichtigkeit ist es endlich, daß das heil. Concil von Trient dieser Weise zu communiciren rühmend erwähnt und das gläubige Volk dazu ermuntert.
Aus diesen Gründen pflegen alle frommen Seelen diese Uebung häufig vorzunehmen. Die fel. Agatha vom Kreuz empfing die geistige Com munion zweihundert Mal des Tages. P. Petrus Faber, der erste Genosse des heil. Ignatius lehrt, eines der wirksamsten Mittel, die sakramentale Communion würdig zu empfangen, bestehe in dieser geistigen Vereinigung mit dem Heilande.
Wer also in der Liebe Jesu zuzunehmen wünscht, der empfange die geiſtige Communion wenigstens einmal bei jeder Besuchung des heiligsten Altarssakramentes und bei Anhörung der


