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Besuchungen des heiligsten Altars-Sakramentes und der seligsten Jungfrau Maria vom heil. Alphonsus M. von Liguori : mit Erlaubniß geistl. Obrigkeit ; mit bischöfl. Approbation
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im Sakramente verborgenen Tröster Gesellschaft zu leisten. In all seinen Nöthen und Bedräng­nissen floh der heilige Franz von Assisi zum heiligsten Altarssakramente, um das Vorgefallene seinem Jesus mitzutheilen.

Groß bis zum Uebermaße war die Andacht des Königs Wenceslaus zum hochwürdigsten Gute. In diesem gottseligen Fürsten glühte eine solche Jesusliebe, daß er nicht nur eigen­händig Weizen und Trauben sammelte, um daraus Hostien und Wein zu bereiten und diese dann zum Gebrauche bei der heil. Messe zu ver­theilen, sondern auch mitten im Winter und bei dunkler Nacht sich in eine Kirche begab, in wel­cher das heiligste Altarssakrament aufbewahrt wurde. Bei diesen Besuchen wurde seine schöne Seele von solchen Flammen göttlicher Liebe er­faßt, daß ihre Gluthen sogar auf seinen Körper übergingen, dessen Berührung alsdann dem Schnee seine Kälte zu benehmen schien. Wie uns nämlich im Leben des Heiligen erzählt wird, befahl er aus Mitleid seinem Begleiter, den beim Durchwaten des hohen Schnees heftig fror, ihm unmittelbar zu folgen und in seine Fußstapfen zu treten, worauf der Bediente wirk­lich keine Kälte mehr empfand. Beim Lesen dieser Besuchungen wirst du auch noch andere Beispiele finden, die dir zeigen, welche Wonne gottliebende Seelen in der Gegenwart des hei­ligsten Altarssakramentes genossen haben. Ja, du kannst wahrnehmen, daß alle Heiligen für diese süßeste aller Andachten eingenommen wa­ren, da wir ja auf Erden auch keine reichere Freudenquelle, fein wünschenswertheres Gut finden