O mein Gott, welche Schmach und Verachtung hat nicht bis auf den heutigen Tag dieser liebevolle Heiland in seinem Sakramente von eben den Menschen erfahren müssen, denen zu Liebe er doch auf unsern Altären verbleiben wollte! Er selbst klagte dieses seiner treuen Dienerin Maria von Alacoque, wie uns der Verfasser des Buches von der Andacht zum Herzen Jesu" berichtet. Als dieselbe nämlich eines Tages in Andacht vor dem heiligsten Altarssakramente weilte zeigte ihr Jesus sein Herz; Es schwebte über einem Feuerthrone, eine Dornenkrone umschlang es, und es war von einem Kreuze überragt. Zugleich sprach der Heiland: ,, Siehe an dieses Herz, das die Menschen so innig geliebt hat, daß kein Opfer für sie ihm zu groß war! Es möchte in Flammen aufgehen, um ihnen feine Liebe zu beweisen. Allein, statt des Danfes erfahre ich dafür von Seiten der meisten Menschen nur Undankbarkeit, indem sie mir in diesem Sakramente der Liebe mit Unehrerbietigkeit, Kälte, gottesschänderischer Bosheit und Berachtung begegnen. Und, was mich am meiſten schmerzt, es befinden sich Herzen darunter, die sich mir geweiht haben!" Hierauf eröffnete ihr Jesus, wie es sein Wille sei, daß am ersten Freitage nach der Frohnleichnamsoctave ein besonderes Fest zur Berehrung seines anbetungswürdigen Herzens gefeiert werde, an welchem die ihn liebenden Seelen durch ihre andächtigen Gebete und innigen Anmuthungen ihm einige Genugthuung für die zahlreichen Unbilden leisteten, welche ihm die Menschen in diesem Sakramente zufügen. Endlich verhieß er Allen, welche
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Besuchungen des heiligsten Altars-Sakramentes und der seligsten Jungfrau Maria vom heil. Alphonsus M. von Liguori : mit Erlaubniß geistl. Obrigkeit ; mit bischöfl. Approbation
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