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Evangelisch-lutherisches Gesangbuch der Hannoverschen Landeskirche : [nebst] Gebete [und] Lektionar
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Fest der Darstellung Jesu im Tempel.

beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HErr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.

Fest der Darstellung Jesu im Tempel. Vormittags.

Epistel. Maleachi 3, 1-5.( Bald wird kommen zu seinem Tempel der HErr, den ihr suchet.)

Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der HErr. den ihr suchet, und der Engel des Bundes, des ihr begehret. Siehe, er kommt, spricht der HErr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen? Und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmieds, und wie die Seife der Wäscher. Er wird sigen und schmelzen, und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levi reinigen und läutern, wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HErrn Speis opfer bringen in Gerechtigkeit; und wird dem HErrn wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jerusalems, wie vorhin und vor langen Jahren. Und ich will zu euch kommen und euch strafen, und ein schneller Zeuge fein wider die Zauberer, Ehebrecher und Meineidigen, und wider die, so Gewalt und Unrecht thun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen, und den Fremdling drücken, und mich nicht fürchten, spricht der HErr Zebaoth.

Evangelium. Quc. 2, 22--40.( Dieser wird gefekt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel.)

Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Mofis tamen, brachten sie ihn gen Jerusalem, daß sie ihn darstelleten dem HErrn;( wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des HErrn: Allerlei Männlein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem HErrn geheiliget heißen) und daß fie gäben das Opfer, nachdem gesagt ist im Gesetz des HErrn, ein Paar Turteltauben, oder zwo junge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geift war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem Heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des HErrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesum in den Tempel brachten, daß sie für ihn thäten, wie man pfleget nach dem Gesetz; da nahm er ihn auf seine Ärme, und Lobete Gott, und sprach: HErr, nun läsfest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel. Und sein Vater und Mutter wunderten fich des, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird, ( und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen) auf daß vieler Herzen Gede nken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asser; die war wohl betaget, und hatte gelebt sieben Jahr mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauschaft; und war nun eine Witwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, dienete Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbige trat auch