Druckschrift 
Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Trußnachtigall.

Der Hirt Halton.

Lang' lief ich durch deine Gassen, O du schnödes Babylon;

Endlich hab' ich dich verlassen, Nahm die Flucht und sprang davon. Hab' mich gleich zum Kreuz begeben, Jesu küßt' die Wunden schnell: Will nun nirgends lieber leben, Trink' dort reinen Freudenquell.

Der Hirt Damon.

Wenn die weißen Schäflein weiden, Leg' ich an die Eiche mich; Will die schöne Sonne scheiden, Streich' ihr meine Geige ich. O du schöne, laß dir sagen, Schöne Tochter, bleibe noch, Schöne Sonne, halt' den Wagen Laß die Roff' verschnaufen doch!

Der Hirt Halton.

Wenn einmal die Welt ich meide, Such' ich bei dem Kreuze Ruh', Rufe: Jesu, nicht verscheide, Thu noch nicht die Äuglein zu; Nicht entweiche, nicht entfahre, Wolle nicht von hinnen gehn, Deinen Glanz uns noch bewahre, Bleibe noch ein wenig stehn!"

Der Hirt Damon.

Wenn ins Meer die Sonne schwebct

Und mißachtet meinen Reim, Auch der Wiesen euch begebet, Meine Schäflein, denket heim.

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