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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Trußnachtigall.

Jesu! ruft sie manche Stunden, Weinend hin zur Erde fällt, Lehnet sich an Jesu Wunden, Bis das Herze Ruhe hält.

Der Hirt Damon.

Weil so schön die Vöglein singen, Führ' ich meine Schäflein dar. Auf, laß dich zur Weide bringen, Auf, du marmorweiße Schar! O wie frisch sind Feld und Wieſen, O wie zart sind Laub und Gras! Wer mag schönres Leben kiesen? Schnell die Stadt ich hier vergaß.

Der Hirt Halton.

Weil am Kreuz ich Frieden finde, Wie er nie mir sonsten kam, Ich die beiden Arme winde, Oftmals um den Kreuzesstamm. Sieben Liedlein hör' ich klingen, Lieblich klingen überall, Niemand soll hinweg mich bringen, Mir ist wohl bei solchem Schall.

Der Hirt Damon.

Längst hatt' ich in falschen Städten Satt die Gassen und die Stein', Lief ins Grüne, mich zu retten: Hüte nun die Schafe mein. O du reines Hirtenleben, Wer will würdig loben dich? Will dich immer hoch erheben. Wirst ja nie verlassen mich.