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Trutznachtigall / von Friedrich Spee. Erneut von Karl Pannier
Entstehung
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Spee, Truhnachtigall.

4.

Ein anderer Liebesgesang,

ein Spiel der Gespons Jesu mit einem Echo oder Widerschall.

Im grünen Wald ich neulich saß Bei einer Felsenklauſen,

Da thät durch zartes Laub und Gras Ein sanftes Windlein sausen. Ein Brünnlein klar

Zur Seiten war,

Gar frisch und fröhlich spritzte;

Ein Bächlein rein

Auch eben fein

Von hohlem Felsen schwitzte.

Der schöne Frühling kam schon nah,

Es war im halben Märzen,

Von Seelengrunde seufzt' ich da,

Der Brand schlug mir vom Herzen. Ich Jesum rief

Von Herzen tief,

,, Ach Jesu!" thät ich klagen:

Da hört' ich bald

Auch aus dem Wald

Ach Sesu!" deutlich sagen.

Gar laut es mir zu Ohren kam, Dacht' jemand wär' im Walde!

Darum' s mich nicht so Wunder nahm, Weil ich es merkte balde.

Ich sah mich um

Und wiederum

Ach Jesu!" rief beineben: Alsbald in Eil', Schnell wie ein Pfeil

,, Ach Jesu!" rief es eben.