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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche der Reformirten Gemeinden
Entstehung
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des Herzens zc.

Spuren deiner Güte vor meine Augen; Meine neueste Er. fahrungen überzeugen mich deiner gütigen Leitung, und deiner mächtigen Gotteshülfe. O, lieber Gott! lag meine Seele teine Güte erkennen, und meinen Wandel dir geheili get feyn! Wenn ich bey den auffallenden Beweisen deiner Güte, womit du mich überhäufit, mir noch irgend einen Kaltsinn oder einiges Widerstreben gegen dich verstatten wollte, wie fönnte ich das vor meinem eigenen Gewiffen verantworten! Unendlich schwer würde mich dann ohn­fehlbar die Empfindung der Menge deiner Wohlthaten drücken, wenn zugleich die Empfindung meines Undants gegen dich in meiner Scele rege werden sollte; und das würde über furz oder lang unausbleiblich geschehen, wenn ich leichtsinnig genug wäre, deiner Liebe und meiner Rettung aus mancherley Noth zu vergessen. Aber nein, mein Vater, ich will mir diesen Leichtsinn nicht zu Schule den kommen laffen. Drine Güte foll mir immer vor Aus gen seyn, und mein ganzes Herz voll Ehrfurcht, Liebe, Vertrauen und Gehorsam foll dir gewidmet seyn. Ver. schmähe dieß mein Opfer nicht! Denn was kann ich Armer dir sonst geben? Du, Allseeliger, bedarfst keines Dinges, und ich fann dir im eigentlichen Verstande feine einzige deiner Wohlthaten vergelten. Alles, was ich noch thun. tann, ist, daß ich auch jede deiner Wohlthaten fo anwens de, wie es die Absicht mit sich bringt, um deren willen du sie mir erzeigeft, und das will ich mir angelegen seyn lassen; Denn das Gute, was du uns giebst, nach deiner Vorschrift brauchen, das ist thätiger Dank für deine Güte; Dank der dir wohlgefällt, und durch den uns eigentlich das Wohlihat wird, wenn du uns Gutes erzeis gest. Zu solcher Erweisung thätiger Dankbarkeit hilf denn auch mir, rüste mich aus mit deinem Geiste zum Lobe dei. nes Namens. Dir, der du immerdar lebest und wohlthust, sey Anbetung und Preis ewiglich. Amen.

Pf. 32, 11.

Freuet euch des Herrn, und send fröhlich, ihr Gerechten, und rühmet alle ihr Frommen.

13. Dankgebet einer Wochnerin. Phil. 4, 6. 7. Sorget nichts, sondern in allen Dingen laffet eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danf

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