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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche der Reformirten Gemeinden
Entstehung
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Andachten und Erweckungen

Wie wenige sind die Tage des Kummers, gegen die Freuden, die Gott und bereitet? Wie bald öffnet sich der Himmel, uns ewig in seinen erquickenden Schooß aufzunehmen? Was betrübest du dich dann, meine Seele? Harre auf Gott, dann werde ich ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hülfe und mein Troft ist. Den Abend lang wah, ret das Beinen, des morgens Freude und Wonne. Sees lig ist der Mann, der die Anfechtungen erduldet: Denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen.

1. Cor. 10, 13. Gott ist getreu, der euch nicht läsfet versuchen über euer Vermögen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihrs tonnet

ertragen.

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12. Empfindungen und Erweckung zur Dank­barkeit nach Errettung aus besonderen Nöthen und Trübfalen.

Pf. 18, 29. Du erleuchtest meine Leuchte: Der Herr, mein Gott, machet meine Finsterniß Licht. Gott! wie find deiner Wohlthaten so viel! wie soll ich

fie dir vergelten, mein Vater, mein Retter und mein Wohlthäter! Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller der Treue, die du an mir bewiesen hast, und noch bis in Ewigkeit an mir beweisen willst, wenn ich dir finds lich folge. Erhalte du selbst dieß dankbare Gefühl deiner Güte in meiner Seele, und laß es mir einen mächtigen Trieb seyn, dich von ganzem Herzen wieder zu lieben, in die den besten Freund und Beförderer meiner Glückfeeligkeit hochzuschätzen, und in solcher Gesinnung, die gern und mit Freuden gehorsam zu seyn. Wie väterlich hast du mich bishero geleitet? Wie gnädig mir meine Wohlthäter und meine Eltern erhalten? Wie manchmal große, nahe Gefahren von mir abgewendet? Wie weislich mich aus Nöthen und Elend erretter? Durch welche wunderbare Mittel und Wege Angst und Kummer von meiner Seele abgewälzet? wie uns erwartet und ungehofft in der Trubsalen Menge mir Hülfe und Auswege gezeiget? Mein ganzes Leben stellet mie

Spus