IV
Vorwort
in der Menschenseele, die der Vater schuf zu seiner Verherrlichung, und für welche der Sohn sein Leben gab, um sie vom Tode zu retten! O wenn das bethen heißt, wer möchte nicht gerne bethen? wer sich nicht glücklich preisen, bethen zu können, und nicht die Augenblicke des Gebethes für die schönsten und seligsten seines Lebens halten?
Aber wer lehrt uns also bethen?
Gott selbst durch Jesus Christus, und seine hei lige Kirche. Da lernen wir im Namen Gottes die Sprache Gottes zu Gott reden.
Der Mensch spricht so gerne, selbst vor Gott, die Sprache seiner Eigenliebe; er bethet in sei nem eigenen Namen, ohne zu wissen, was er thut; er kommt über diese Welt und sich selbst nicht so leicht hinweg; er verlangt immer weniger nach Gott, als nach feinen zeitlichen Gaben; ja, bethend abnet er oft kaum, was ihm eigentlich Noth thut. Daher kömmt es, daß sein Gebeth häufig unnüş bleibt, und daß er über Mangel an Gebeths- Erhörung klaget. Sein Bethen ist thbricht; er will Gott Gewalt anthun. Das wahre Gebeth trågt seine Erhörung schon in sich. Christus selbst spricht: ,, Um was ihr immer den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird Er euch geben. Wenn ihr, die ihr doch böse seyd, wisset, euern Kindern gute Gaben zu geben, so wird ja auch Gott seinen gu ten Geist denen geben, die ihn darum bitten." Und wenn ihr in diesem Geiste wollte der Heiland fagen immer bitten werdet; so ist auch immer die Erhörung gewiß. Die geistigen Gaben, die dann im mer unser Erstes sind: die Sündenvergebung, die Heiz ligung, die Einigung mit Gott, kurz die Umwandlung
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