zu seinen Kindern; Liebe und Zutrauen machen die Kette, die die Menschen an Dich bindet.
Verzeih mir, mein Gott, daß ich Dich so spät erkennen lernte. Es war nicht meine Schuld; man schilderte mir Dich ganz anders als Du bist. Als ich noch ein Kind war, und ein Gewitter am Himmel stand, so schrie man mir zu höre, der Donner brüllt; Gott ist erzürnet. Meine Seele, die schuldlos meine Arme nach Dir ausstreckte, erbebte; ich fürchtete mich vor Dir, und versteckte mich; sah Dich wie einen Menschen an, der seine guten und bösen Launen hat. Verzeih mir, Du Gott der Güte! ich kannte Dich nicht; ich beurtheilte Dich wie einen Mächtigen; ich getraute mich kaum, meine Blicke zu Dir zu erheben, und hielt Dich den Großen der Erde gleich, deren Größe uns schwindlig macht. Verzeih' mir, Vater! mein Herz war nicht Schuld daran, daß ich Dich so lange verkannte. Oft, wenn ich einsam in Fluren saß, winkte mir jede Blume Deine Güte zu. Die Rose flößte mir Vertrauen in's Herz, und das Veilchen im Thale verkündigte mir Deine Güte. Wenn ich fehlte, wollte ich zu Dir, wie ein Kind zu seinem Vater, um Hilfe eilen; aber man schreckte mich zurück; gab Dir eine Straf ruthe in die Hände, waffnete Dich mit Donner
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