Sprüche, Seufzer und Gebete
Ach, mein Gott! ich weiß, daß du mich allezeit erhörest, darum will ich dir vertrauen in meiner schweren Zeit; wenn harte Stürme kommen, so will ich dir getreu aushalten. Führest du mich wunderbar, so führe mich nur selig; ich weiß, du bist und stehest neben mir, ob du gleich dich mit deiner Hülfe noch nicht offenbarest; ich spreche indessen im Glauben: Eile, mir beizustehen, Herr, meine Hülfe.
Klagl. Jer. 3, V. 25. 26.
Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fragt. Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hülfe des Herrn hoffen.
Ich weiß, du wirst in deinem Sinn Mit mir Mitleiden haben, und mich, wie ich es dürftig bin, Mit Gnad' und Hülfe laben. Ach, stärke meine schwache Hand, Ach, heil' und bring' in bessern Stand Das Straucheln meiner Füße. Ja, mein Gott! auf dich harret meine Seele und mein Vertrauen wanket nicht. Du freundlicher Jesu! erquicke mich mit deiner Freundlichkeit in meinen Nöthen; richte auf die wankenden Füße; stärke die matten Hände; ich hoffe auf deine Güte; ich warte auf dein Heil, und tröste mich mit deiner Gnade. D du Gott aller Gnade! der du uns tröstest in Angst, laß mir Barmherzigkeit widerfahren.
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Psalm 17, V. 6-8.
Ich rufe zu dir, daß du, Gott! wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir; höre meine Rede. Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen. Behüte mich, wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.
Zeuch mich, zeuch mich mit den Armen, Deiner großen Freundlichkeit; Jesu Christe, dein Erbarmen Helfe meiner Blödigkeit; Wirst du mich nicht zu dir ziehen, Ach, so muß ich von dir fliehen.
Zeuch mich mit den Liebesfeilen, Zeuch mich kräftig o mein Gott! Ach, wie lang willst du verweilen, Starker Gott, Herr Zebaoth! Doch ich hoff' in allen Nöthen, Wenn du mich gleich wolltest tödten.


