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Evangelisches Gesangbuch der Bremischen Gemeinden
Entstehung
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Vaterland.

498.

Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr' 2c.

1. Herr, der du vormals hast

dein Land

Mit Gnaden angeblicket, Und wenn du Strafen ihm gesandt, Es wiederum erquicket, Der du die Sünd' und Miſſethat, Die alles Volk begangen hat, Uns väterlich verziehen:

2. Willst du, o Bater, uns denn nicht

Nun einmal wieder laben? Und sollen wir an deinem Licht Nicht wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Himmels Haus,

Herr, deine Güt' und Segen aus Auf uns und unsre Häuser!

3. Ach daß ich hören sollt' das Wort

Erschallen bald auf Erden: Daß Friede sollt' an jedem Ort, Wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott sagte zu Des Krieges Schluß, der Waffen Ruh' Und alles Unglücks Ende!

4. Ach wandelte die böse Zeit Sich um zu guten Tagen, Damit wir in dem großen Leid Nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hülfe nah', Und seine Gnade stehet da All denen, die ihn fürchten.

5. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott Schon wieder zu uns wenden, Den Krieg und alle andre Noth Nach Wunsch und also enden, Daß seine Ehr' in unserm Land Und allenthalben werd' erkannt, Ja stetig bei uns wohne!

6. Die Güt' und Treue werden schön

Einander wieder grüßen; Das Recht wird durch die Lande gehn

Und Frieden wir genießen; Die Treue wird mit Lust und Freud'

Auf Erden blühn; Gerechtigkeit Wird von dem Himmel schauen. Paul Gerhardt.

499.

Mel.: Wachet auf, ruft uns die 2c. 1. Großer Gott der Heeres­schaaren,

Der durch dein herrlich Offenbaren Dein Wesen du uns kund gethan, Wir erheben deinen Namen, Du riefst die Völker, daß sie kamen, Und wiesest ihnen Wohnung an; Du starker, treuer Hort Erziehst sie fort und fort Mit Erbarmen,

Du mächt'ger Held Regierst die Welt Geheimnißvoll vom Himmelszelt.