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Gottes Wesen.
Hilf mir an all' und jedem Ort,| Oft vom rechten Pfade weicht: Hilf mir durch Jesu Wunden, Damit ich sag' bis in den Tod: Durch Jesus Christ hilft mir mein Gott,
Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut' Will mein Fehlen mit der Ruth' Und nicht mit dem Schwerte rächen Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
Er hilft, wie er geholfen.
Aemilia Juliana, Gräfin von Schwarzburg- Rudolstadt..
11.
Eigene Melodie.
1. Sollt' ich meinem Gott nicht singen,
Sollt' ich ihm nicht fröhlich sein? Denn ich seh' in allen Dingen, Wie so gut er's mit mir mein'. Ist's doch nichts als lauter Lieben, Was sein treues Herz bewegt, Das ohn' Ende hebt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
2. Wie ein Adler sein Gefieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte nicht sein Angesicht Mich geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
3. Wie ein Vater seinem Kinde Nimmer ganz sein Herz entzeucht, Wenn es gleich, verführt zur Sünde,
4. Seine Strafen, seine Schläge, Ob mir's gleich oft bitter scheint, Sind doch, wenn ich's recht erwäge, Schläge nur vom treusten Freund, und mich von der schnöden Welt, Der mich liebet, mein gedenket Durch das Kreuze zu sich lenket. Die mich hart gefangen hält, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
5. Das weiß ich fürwahr und lasse
Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
6. Weil denn weder Ziel noch Ende
Sich in Gottes Liebe find't, So erheb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht


