XIII
wir dem lieben Gott Bitten vor, die uns verderblich sein würden, wenn er sie erfüllte. Mit unserm schwachen Verstande können wir schon einsehen, daß der liebe Gott solche Wünsche nicht gewähren kann. Die Mutter machts ja mit dem Kinde ebenso. Kind! das dient dir nicht, sagt sie. Und wie machts der Doctor mit dem Kranken, der schädliche Speisen und Getränke verlangt? Um Gottes Willen nicht, sagt der Doctor dann, das könnte euch tödtlich werden.
Sechstens, im Namen Jesu und mit Andacht.
Wir stammen von Adam und Eva ab. Da haben wir ein schlechtes Erbstück von bekommen. In der Erbsünde wurden wir geboren. Du kannst es kaum glauben, wie elendig und abscheulich unsere Seele vor Gott war. Aber in der Heil. Taufe sind wir schön, überaus schön in den Augen Gottes geworden. Das haben wir dem lieben Jesus zu verdanken, seinem heiligen Leben, seinen göttlichen Lehren, seinem bittern Leiden und Sterben, allen seinen Verdiensten. Jesus hat unsere Schulden bezahlt, er hat uns abgewaschen und gereinigt, er hat seine Verdienste uns zugewendet. Um seines lieben Sohnes willen hat uns der himmlische Vater nun auch lieb. Wir aus uns selbst sind sonst ärmer als arm, und dürfen in eigenem Namen nicht vor Gott erscheinen, sondern im Namen seines lieben Sohnes, d. h. wir müssen bitten, daß er uns um der Verdienste seines lieben Sohnes willen erhören wolle. Dann müssen wir auch andächtig beten, d. h. wir müssen an den


