230
Tiefenthaler Magdalena.
der Anblick ihres Leidens Jedermann bis zu Thränen rührte. Dazu kam noch der Umstand, daß sie gar keine Labung mehr hinablassen konnte, und deshalb von einem brennenden Durste geplagt wurde. In diesem Herzzereißenden Zustande duldete sie bis gegen halb 4 Uhr am Ostermontag Nachmittags. Um 3 Uhr wurden sämmtliche Taubstumme im Zimmer der Kranken versammelt. Alle beteten weinend auch die Kranke betete mit aufgehobenen Händen und sich! plötzlich waren alle Schmerzen verschwunden; sie empfand nur mehr Schläfrigkeit und konnte öfters ein Stücklein Gerstenschleim zur Labung nehmen, für welche Erleichterung fie Gott dankte. Gegen 4 Uhr befiel sie eine Ohnmacht, von der sie sich jedoch bald wieder erholte, aber kurz darauf kam ein neuer Anfall. Sie bezeichnete sich, vom Priester bei der Hand geführt, mit dem heiligen Kreuze drückte nochmals das Bildniß des Erlösers an die sterbenden Lippen und verschied.di somat Ein einfaches Kreuz bezeichnet auf dem Gottesacker zu Briren die Stätte, wo die sterbliche Hülle dieses frommen Kindes ruht. Auf dem Kreuze stehen die Verse: Solojis
-
-
-


