Tiefenthaler Magdalena.
1835 besuchte sie das letzte Male die Schule. Am 1. April verrichtete sie die erste heilige Beicht. Tags darauf reichte man ihr das allerheiligste Altarssakrament, das sie mit Herzlichsten Verlangen und innigster Andacht empfing. Da sie noch nicht gefirmt war, wurde sie am 15. April um 2 Uhr Nachmittags in Begleitung sämmtlicher Mitzöglinge in die Hauskapelle des Fürstbischofs zu Briren geführt; dort empfing fie- die ganze Zeit knieend die heilige Firmung. Am Charsamstage wurde ihr die heilige Delung gegeben. Sie war außerordentlich geduldig und unterhielt sich, wenn ihr die Schmerzen einige Ruhe vergönnten, gerne noch mit ihren Mitschülern. Täglich erweckte sie Reue über ihre begangenen Fehler, opferte dem himmlischen Vater Leib und Seele, Leben und Gesundheit auf; vereinigte ihre Leiden mit dem Leiden des Erlösers, und bat Gott um Geduld und Ergebung. Am Oftersonntag um Mitternacht wurde ihr Zustand auffallend schlimmer. Das Athemholen war sehr erschwert und der Reiz zum Husten verursachte ihr die heftigsten Schmerzen. Besonders quälte sie ein solches Stechen an der rechten Seite, daß
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