Rainer Michael, Landmann.
kein Weg zu weit und keine Nacht zu finster, um zu einem franken Nachbar den Priester oder Arzt zu holen, oder ihm aus der Apotheke die verordnete Arznei zu bringen. Noch weit mehr war ihm das Seelenheil solcher Kranken, die weiter vom Priester entfernt waren am Herzen gelegen, und um solchen im Abgange eines Priesters wirksameren Beistand leisten zu können, erbat er sich von seinem Seelsorger ein Handbüchlein, welches dazu Anweisung ertheilte. War Jemand in seiner Nachbarschaft im Herrn entschlafen, so wurde am nächsten Sonn- oder Feiertage für dessen Seelenruhe in der Kapelle seiner Heimat gewissenhaft der Seelenrosenkranz gebetet. Eines seiner letzten Liebeswerke war, daß er im Sommer 1849 in der Gemeinde eine Charpie- und Bandagen- Sammlung für die im ungarischen Feldzuge verwundeten Soldaten veranlaßte, und noch auf dem Sterbebette ließ er sich die portofreie Versendung derselben angelegen sein. Auf Anschaffung befehrender und unterhaftender Bücher verwenpete er Manches von seinem nicht gar ergiebigen Einkommen, und theilte solche nügliche Schriften jungen Leuten mit aller Bereitwilligkeit mit.diff und
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