Heil. Nothburga, Dienstmagd.
Ochsen beſpannten Wagen setzen, und zur Begräbniß abführen. Ein Priester ging hinter dem Wagen, und eine große Menge Volkes, insbesondere viele arme Leute begleiteten die Leiche. Die an den Wagen gespannten Thiere aber gingen von dem Wege ab, und zogen zu Aller Erstaunen und Verwunderung den Sarg durch den Innfluß. Als sie am andern Ufer angekommen waren, gingen sie durch das Dorf Jenbach, hielten hier eine Zeit lang inne, und zogen zuletzt den Wagen vor das Kirchlein des heiligen Nupertus, in dem St. Nothburga oft und viel gebetet hatte. Die Leute betrachteten es als Wille Gottes, daß da, wo Nothburga's Geist bei Lebzeiten oft in Gott geruht hatte, nun auch im Tode ihr Leib ruhen sollte, und gruben den Sarg neben dem Altare ein. Später ließ Graf Heinrich im Dorfe Jenbach, wo der Wagen eine Zeit stille gehalten hatte, eine Kapelle errichten, die noch steht bis auf den heutigen Tag. An das Grab wallten aber in der Folge viele Pilger von Nah und Fern, und es geschahen daselbst viele Wunder. Jetzt steht über der Grabstätte, welche durch eine weiße Platte aus Marmor bezeichnet ist, eine schöne Kirche, in der Noth
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