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müthes Wesen ist Liebe und sein Element ist Frömmigkeit. Wehe! wo ein Weib sein Element verläßt, da ist Verkehrtheit, Unnatur, Mißgestalt; da trägt es seine Entartung meistens über auf viele nachfolgende Geschlechter und wird oft die Ursache vom geistlichen Verderben vieler. Heil aber einem Weibe, das in seinem Elemente lebt und webet, in der Liebe zu Gott und zu den Brüdern, solches wird ein Himmelssegen für Töchter und Söhne und ferne Enkelgeschlechter! Wir alle aber, vom Weibe geboren, fühlen uns mit den frommen Frauen, die dort weinend an Seinem Grabe sitzen, verwandt und wollen uns zu ihnen gesellen, mit unsern Lieben Seine Sabbathsstille feiern und von Ihm nimmer weichen und wanken. Erschütternd ist mir Marias Jammerbild. Ich sehe an ihr, wie Gott dem Demüthigen Gnade, und Stärke genug dem Unvermögenden giebt. Die einst nicht stolz war bei der Begrüßung des Engels, behielt auch jetzt, als des Herrn Macht, Muth und Glauben, Ihm bis zum Grabe zu folgen. Die großen Verheißungen, welche sie über Ihn empfangen, die Erfahrungen, welche sie an Ihm gemacht, die Worte, welche sie vom ersten Osterfeste bis zu diesem letzten aus Seinem Munde gehört, das alles hatte sie in ihrem Herzen bewegt. Jetzt lebt sie von einem jeglichen Worte, das durch den Mund Gottes geht, und durch die Kraft, welche in dem Schwachen mächtig ist. Ich wünsche mir in großen Leidensstunden, wenn auch ich einmal an einem Grabe sißen soll, darin mein ganzer Erdenreichthum schläft, ein Herz, wie ihres. Und was sagt mir diese stille Gruft, in welcher Du, o Fürst des Lebens! Sabbathsruhe hältst? Sie zeige auch mir mein Ziel. Dahin werden sie mich


