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Was die Ungeduld erregt, Ist in Chrifti Grab gelegt.
Mit freudigem Danke blicke ich auf Nicodemus und Joseph von Arimathia. Owohl euch, daß ihr Muth hattet, euren Reichthum und hohe Stellung anzuwenden, um dies letzte Liebeswerk ohne Furcht und Rücksicht meinem Heilande zu erweisen. Was hilft's auch, der Welt zu verhehlen, daß man Jesum liebt; sie wird es doch bald merken und dann gewiß mit Haß und bösem Leumund nicht zögern. Davor schützt kein Rang noch Reichthum, und jemehr man sich gehütet vor Christi Schmach, desto schwerer ists, sie dennoch tragen zu müssen. Drum frisch hervor, verborgner Freund des Meisters! Du möchtest sonst gar Schaden nehmen an deiner Seele, wolltest du nur heimlich zu Sesu schleichen; denn nicht bekennen ist meistens nicht viel besser, als verleugnen, und was es mit dem Verleugnen auf sich habe, steht geschrieben Matth. 10, 33. und Luc. 12, 9. Uch und Sein Lieben gegen uns, das selbst da noch nicht erkaltet war, als Er schon kalt im Felsengrabe ruhete, verdient es wohl um uns, daß wir Ihm alles, alles nachsetzen. Mit Liebe weilt mein Blick auf euch, ihr frommen Frauen. Es ist erquickend, in der ganzen Lebens- oder Leidensgeschichte des Herrn keinem weiblichen Wesen zu begegnen, das Ihm mit Kränkungen entgegengetreten wäre, vielen aber, die Shm mit männlichem Glauben und hohem Vertrauen naheten und Ihm mit unermüdlichem Lieben folgten. Frauen beweinen Ihn auf Seinem Kreuzeswege, ein Weib salbte Ihn zu Seinem Begräbniß, und hier können sie sich von dem Grabe nicht trennen, das Seinen Leib umschließt. Des weiblichen Ge


