An mein Herz will ich Dich drücken, Mich an Deinem Kreuz erquicken, Bis auch mir das Auge bricht.
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In dem Anblicke des Gekreuzigten liegt mir heute alles, meine Hoffnung und mein Schmerz, mein Trost und meine Klage, mein Glauben und meine Noth, meine Liebe und mein Leben, mein Himmel und meine Seligkeit. Mir ist, als müßte ich mich heute in meinem Kämmerlein verschließen und keine Menschen sehen, auch die Geliebten nicht, an denen meine ganze Seele hängt; ich möchte kein lautes Wort reden und keines hören, mich still unter Sein Kreuz legen und von Ihm kein Auge wenden, möchte mein Haupt unter Seine durchbohrte Rechte beugen und Ihn mit den Strömen meiner stillrinnenden Thränen bitten:» Herr segne mich!«<>> Jesus neigte Sein Haupt und verschied!« Ach giebts denn einen wehmüthigern und erschütterndern Augenblick, als diesen? Ich kann es wohl begreifen, daß die Sonne an diesem Tage ihren Schein verlor und die Felsen zerrissen, und die Erde in ihren Grundvesten erbebte. Ich kann es auch verstehen, was ein altes Lied sagt:» O große Noth, Gott selbst ist todt!«< Ach bis dahin ist es mit Ihm gekommen, und keine Vaterhand hat Ihn gerettet! Die Stimme, welche für die Millionen und aber Millionen der Erdenbewohner ertönte, ist nun verklungen, das Auge, welches Großes und Kleines, die verborgenen Gründe der Menschenbrust und die Tiefen der Gottheit durchschaute, ist erloschen, die Brust, welche die ganze Welt liebend umfaßte, ist eingesunken, das Herz, welches für Freunde und Feinde warm und treu geschlagen, ist gebrochen, die Hand erstarrt, welche Noth und Tod, Sturm und Ungewitter verscheuchte. » Jesus neigte Sein Haupt und verschied!« Das


