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Evangelisches Gesangbuch der Bremischen Gemeinden
Entstehung
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Gottes Wesen.

Was sein treu- es Herz be- wegt, Das ohn' En- de hebt und trägt,

Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt

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seine Zeit, Got- tes Lieb' in 2. Wie ein Adler sein Gefieder Ueber seine Jungen ftreckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt. Wäre nicht mein Gott gewesen, Hätte nicht sein Angesicht Mich geleitet, wär' ich nicht Aus so mancher Angst geneſen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

3. Wie ein Vater seinem Kinde Nimmer ganz sein Herz entzeucht, Wenn es gleich verführt zur Sünde, Oft vom rechten Pfade weicht: Also hält auch mein Verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut', Will mein Fehlen mit der Ruth', Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

4. Seine Strafen, seine Schläge, Ob mir's gleich oft bitter scheint, Sind doch, wenn ich's recht erwäge, Schläge nur vom treusten Freund, Der mich liebet, mein gedenket Und mich von der schnöden Welt,

&- wig- keit. Die mich hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu sich lenket. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

5. Das weiß ich fürwahr und lasse

Mir's nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein: Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.

6. Weil denn weder Ziel noch Ende

Sich in Gottes Liebe find't, So erheb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als dein Kind, Bitte, wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit.

Paul Gerhardt.

12.

Mel.: nach Beethoven.

C

Gott ist mein Lied! Er ist der Gott der Stär- ke; Hehr