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Der Chor-Sänger, ein Gesangbuch zum Gebrauch beim Vor- und Nachmittäglichen Gottesdienste
Entstehung
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Vorwort.

Ueberflüssige Sylben. Dadurch, daß man die fetten Sylben unter die betonten Noten legt, gibt es im Gesang überflüssige Sylben; z. B. singt man zur Mediation des 7. Tones, welche nur 4 Noten erfordert die Worte benedictionibus dul­

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cedi- nis, so hat man, von der ersten fetten Sylbe bis zum Schluß, 7 Sylben, also 3 überflüssige, nämlich die mit einem Sternchen bezeichneten.

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IX

benedictio- nibus dul ce- dinis

Was hat man mit diesen anzufangen? Man legt in der Regel die überflüssige Sylbe zur folgenden, ausges

nommen:

1. Wenn sie vor einer fetten steht wie oben dul vor ce; dann bleibt die überflüssige Sylbe auf derselben No­tenstufe als die vorhergehende; dasselbe geschieht:

2. Wenn die folgende Sylbe mehr als eine Note hat, wie ro in barbaro, in welchem Falle die über­flüssige Sylbe ba auf der Note der vorhergehenden bar verbleibt.

pópu- lo barbaro.

Nota.- Man singt:

-

und nicht

pópu- lo

- pulo

denn wo die letzte Sylbe auf der Dominante die vor letzte, furze eines Wortes ist und die folgende Note be­deutend tiefer liegt, läßt man diese vorletzte, kurze Sylbe besser zu der folgenden hinunterfinken.

Fällt in den Tönen 1. 3. 4. 6. 7. die zweite Notengruppe der Intonation auf eine vorletzte,