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Der Chor-Sänger, ein Gesangbuch zum Gebrauch beim Vor- und Nachmittäglichen Gottesdienste
Entstehung
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Vorwort.

VII

Die Lobgesänge( cántica), wie Magnificat und Be­nedíctus, werden von ersten bis zum letzten Vers feierlich angestimmt, selbst im officium für die Abge­storbenen.

Weil die feierliche Intonation des 8. unreg. Tones ( In éxitu) in unsern Büchern fehlet, hat man die rö­mische hier eingeführt.( Siehe S. 21.)

Ueber Vertheilung der Sylben bei der Intonation siehe S. IX, unten.

Mediation und Termination.- Eine Haupt­schwierigkeit beim Psalmengefange ist die Verthei­lung der Sylben unter die Noten der Media­tion und der Termination. So wie nämlich jedes Wort seine betonte Sylbe hat, so hat auch jeder Psalm­ton seine betonten Noten, und unter diese betonten Noten soll, so viel möglich, eine betonte Sylbe gesetzt werden.

Betont sind in der Melodie:

1) die vorletzte Note, d. h. diejenige, welche in der Mediation und Termination der letzten Note oder Notengruppe vorangeht.

2) Die erste Note der Med. und Term., wenn dieselbe über die Dominante aufsteigt.

Um nun dem Sänger die Auswahl der starken Wort­sylben zu erleichtern die unter diese Noten gesetzt werden sollen, hat man in diesem Büchlein alle derartigen Sylben mit fetten Buchstaben gedruckt. Auf welche fette Sylben man aber in jedem Ton zu achten habe, und auf welcher Sylbe man die Mediation und die Termination beginnen müsse damit die fetten Sylben an die richtige Stelle kommen, nämlich unter die betonten Noten, dies zeigt folgende Tabelle: