Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
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für Unfruchtbare.

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JEsu zunehmen, und da diejenigen, welche Kinder haben, so oft am Gebet, am Gottesdienst und an der Erbauung durch die Kinder verhindert werden, so können sie desto mehr dem Dienst GOttes unver­hindert und ungestört abwarten.

10) Schenkt GOtt christlichen Eheleuten keine leiblichen Kinder, so sollen sie desto mehr die Armen sich empfohlen sein lassen, frommen Kindern Gutes thun, sie kleiden, in die Schule schicken, zu ihrer Erziehung helfen, welche Kinder dann solche Ehe­leute am jüngsten Tage als Vater und Mutter prei­sen, und auch vor GOtt rühmen werden: diese ha­ben mich gekleidet, geſpeisetund getränket. Matth.25.

11) GOtt giebt aus Liebe und Gnade frommen Eheleuten zuweilen keine Kinder, auch darum, weil er sieht, daß künftig schreckliche Landplagen und Strafen über eine Stadt und Band einbrechen wer­den. Wenn er nun die Frommen von dem Unglück wegrafft, und seine lieben Kinder, ehe das Wetter der Trübsal kommt, schlafen legt, wie er solches dem Hiskias verheißen, und an dem heil. Augusti­nus bewiesen hat, welche allerdings eine große Gnade GOttes ist, so ist's ja eine Wohlthat, wenn GOtt keine Kinder gibt, damit sie den Jammer, der über die Welt kommen soll, wie in der Sündenfluth geschah, nicht erleben und erfahren.

12) Endlich mögen Eheleute auch wohlbedenken, ob sie etwa mur die Kinder als eine Gabe GOttes, wie denn Kinder in der That sind, halten. Meinen fie, es sei eine Naturgabe, welche sie selbstbefördern könnten, so fehlen und irren sie, und es will ihnen durch Vorenthaltung des Ehesegens GOtt zeigen, daß es nicht bei ihnen stehe, sondern daß es eine Gabe sei, darum er will gebeten sein. Wenn hier christliche Eheleute mir entgegensetzen wollen, daß