Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

116

Erinnerung und Trost

ein Trostspruch in Kindesnöthen und eine Versiche­rung der Seligkeit derer, welche in Kindesnöthen sterben, daß sie derjenigen Schmerzen ungeachtet, die wegen der Sünden aufgelegt sind, doch selig werden sollen, aber es zeigt keine Ursache der Se­ligkeit der Weiber.

7) Es sollen Eheleute auch die Zeit erwarten und im Gebet anhalten. Einige Bäume tragen gleich im ersten Jahre, andere aber nach Verfluß vieler Jahre. Darum sollen fromme Eheleute nicht alle Hoffnung wegwerfen. Werfet euer Ver­trauen( auf GOtt) nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebr. 10, v. 35. Wie nun Gott nicht alle Menschen zu gleicher Zeit leib­liche Wohlthaten gibt, sondern dem einen früher, dem andern später, also auch in diesen Gaben.

8) Hiebei sollen ich Eheleute auch fleißig vor gegenseitigem Mißvergnügen hüten, wenn die Frau die Schuld auf den Mann, und der Mann sie auf die Frau schieben wollte, sondern gedenken, daß es GOtt sei, der ihnen die Frucht des Leibes nicht ge­ben will, 1 B. Mos. 30, v. 2; deßhalb sollen sie doch einander herzlich lieben, und mit GOtt zu­frieden sein, weil feines von beiden ohne GOttes Gaben, Segen und Willen etwas dazu beitragen kann. Besonders aber sollen sie sich auch vor Arg­wohn, Neid und Mißgunst hüten, wenn etwa die Freunde, Brüder und Schwestern schon nach der künftigen Erbtheilung fragen und trachten, sondern aufrichtig in der Liebe gegen einander verharren, die Ohrenbläser abweisen, und auch in den irdischen Gütern nach der Billigkeit und Liebe, wenn es ja einmal sein muß, eine Anordnung zu treffen.

9) Läßt GOtt es frommen Eheleuten an in­dern fehlen, so sollen sie desto mehr in der Liebe