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Erinnerung und Trost
4. Gethan und auch geschenkt Hat GOtt in jeder Stunde Viel Gut's in reichem Maaß, Ich rühn's von Herzens- Grunde; Er hilft, bewahrt, er liebt, Hält uns in seiner Hut, Er thut an uns noch mehr, Als sonst ein Vater thut.
5. Deß bin ich fröhlich heut, Mein GOtt, was soll ich sagen? Du hast mein Kind und mich Auf deiner Hand getragen. Ach! segne uns hinfort, Ach! sieh', wir sind ja dein, Ach! laß uns deiner Gnad Allzeit empfohlen sein.
Erinnerung und Trost
für
Unfruchtbare.
Ich habe öfters gottselige Ehefrauen, welche GOtt ohne Kinder und Leibes- Erben dahin gehen lässet, sprechen hören, daß man wohl Trost, Aufmunterung und Gebete für allerlei Stände des weiblichen Geschlechts, für Schwangere, Gebärende und Sechswöchnerinnen finde, aber daß man die, welche GOtt mit Leibesfrucht nicht erfreuen will, ohne Aufmunrung und Trost lasse; deßhalb habe ich nun, nachdem ich den Fruchtbaren zum Trost, nach der Gnade unseresGOttes, einigenlinterricht ertheilt, auch denjenigen, welchen GOtt keine Kinder giebt, über ihren Zustand meine Gedanken eröffnen wollen.
Wenn demnach GOtt Eheleute ohne Kinder sein läßt, daß sie wie Abraham sagen: HErr! was willst du mir geben, ich gehe dahin ohne Kinder, 1. B. Mos. 15, v. 2.; so sollen sie:
1) denken, daß die Ursachen der Unfruchtbarkeit bei den Eheleuten natürlich sein können, denn


