Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
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Die Sechswöchnerin schickt sich

4) Ihr Kirchengang soll demnach mit Andacht, mit einem dankbaren Herzen und lobenden Munde ge­schehen; sie soll sich erfreuen, wenn sie in die Vor­höfe des HErrn tritt, und dem Altare sich nahet; sodann ihr Gebet, ihre Fürbitte und Danksagung verrichten, GOtt loben, sich und ihr Kind GOtt em­pfehlen, den Segen empfangen, und sodann der em­pfangenen Güte Gottes allezeit eingedenkverbleiben.

Gebet.

Wie soll ich dem HErrn danken alle Wohl­thaten, die er an mir gethan hat? JaderHerr hat Großes an mir gethan, deß bin ich fröh­lich. Odugnädiger u. starker GOtt! ich will nun meinen Aus- u. Kirchengang halten, dir in deinem Tempel für deine gnädige Hülfeu. deinen starken Beistand, den du mir erwiesen hast, zu danken. HErr GOtt! du hast mich glücklich entbunden, mein Leben erhalten, mein Kind mich fröhlich erblicken lassen. Du hast, o du gnadenreicher GOtt! dieſe sechs Wochen mich erhalten, vor Unglück bewah­ret: du hast mir die verlorenen Kräfte wieder gegeben, daß ich nun im ganzen Wohlsein zu deinem Tempel mich nahen kann. Danket dem HErrn, denn er ist freundlich, u. seine Güte währet ewig. Ju der Angst riefich den HErrnan, u. der HErr erhörete mich, u. trö­stete mich. Der HErr ist meine Macht, mein Psalm u. mein Heil. HErr! ich danke dir, daß du mein Leben in der Geburt erhalten