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Der glaubige Christ bringt
ist des Sonntags doppelte Sünde. Er soll sich hüten: 3) daß er nicht den Sonntag mit Arbeit entheilige, mit irdischen Geschäften, als Spazierenfahren, Schulden eintreiben, Rechnungen durchgehen, Arbeitsleute bestellen; denn alle dergleichen Bemühungen zerstreuen das Gemüth. Hiezu ist zu rechnen; wenn man des Sonntags gerne Gastereien anstellet, zu Gaste gehet, oder spielet, tanzet, luſtige Gesellschaft besuchet: dieses alles verhindert die Seele an ihrer Erbauung, an der Ruhe in Gott, an dem Wachsthum im Christenthum, und ist ganz wider den Entzweck des Sabbaths und die solches thun, sind noch keine rechten Kinder GOttes, sondern Maul- Christen, welchen, wie sie sagen, kein Tag so lang wird, als der Sonntag. Ein wahrer Christ weiß diesen Tag besser anzuwenden, nehmlich zur Ehre GOttes und zu seiner Seelen Besten. 1) Zur Ehre GOttes im Beten, Loben, Singen, Betrachtung der Liebe und Wohlthaten Gottes, die er die Woche über und ganze Zeit seines Lebens empfangen hat. 2) Zu seiner Seelen Besten, daß er diesen Tag widme zur Anhörung göttlichen Worts damit er in der Erkenntniß GOttes und in seinemt Christenthum zunehmen möge. 3) Dieses alles aber soll er thun, nicht etwa eine oder eine halbe Stunde, sondern den ganzen Tag: denn das dritte Gebot redet von dem ganzen und nicht von dem halben Tag. Ach gewiß! an der andächtigen Feier des Sonntags liegt viel, daran hängt ein großer Segen. Wer weiß, warum viele Menschen der Fluch und Unsegen drücket. Die Alten haben geſagt: Wie man gehöret Gottes Wort, so gehet auch die Nahrung fort. 4) Hat man GOttes Wort gehöret, so behalte man es in einem fei


