Der glaubige Christ bringt 2c.
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4. Mein Herze und Gemüthe Erkennt die große Güte, die es hat alle Stunden In dieser Nacht empfunden.
5. Laßt uns den Höchsten preisen, Laßt uns dem Dank erweisen, Der Junge mit den Alten In seinem Schuß erhalten.
6. Laßt uns den Tag hinbringen Mit Loben, Beten, Singen, In Glaub und Liebe stehen, und keine Sünd begehen. 7. Erheben sich die Glieder, O GOtt! so kommt auch wieder Die Unruh, Kreuz undSorgen, Schon an dem frühen Morgen. 8. Ach! hilf mir alles tragen, Wend ab des Kreuzes Plagen Und laß nach Angst und Weinen Die Freudensonne scheinen. 9. Leit mich auf guten Wegen, Und gib mir deinen Segen, Auf daß ich, wo ich gehe, Dich stets vor Augen sehe.
10. Du wollst mein Herz regieren, mit GOttesfurcht auszieren, Daß ich mich dir ergebe, Und dir zu Ehren lebe. 11. Ach Gott! erhör mein Flehen, Und laß die Bitt geschehen, So will ich deinen Namen VonHerzen preisen, Amen. Der glaubige Christ bringet den Sonntag andächtig hin.
Aufmunterung.
Wie lieblich sind deine Wohnungen, HErr Zebaoth; meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhöfen des HErrn; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen GOtt. Psalm 84, v. 2. 3.
Unter andern herrlichen Wohlthaten, welche GOtt dem Menschen erwiesen, ist auch diese, daß er ihm einen Ruhe- Tag in der Woche bestimmt, an welchem er von aller Arbeit, Last und Bemühungen soll befreit sein, ja GOtt hat auf diesen Tag auch einen besonderen Segen gelegt, welches Segens die werden theilhaftig werden, die ihn andächtig hinbringen. Ist dieses nun eine Wohlthat, so soll ein wahrer Christ sich hüten: 1) daß er diesen Tag nicht mit Faulheit und Müßiggang zurücklege, denn so feiern Pferde und Ochsen und andere Lastthiere den Sonntag. Er soll sich hüten: 2) daß er diesen Tag nicht anwende zu Freffen, Saufen, Ueppigkeit; denn was alle Tage Sünde ist, das


