Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

zum Gottesdienst vor.

5

Gutes erwiesen, dafür lobe u.preise ich dich von Grund meines Herzens. Geht nun weg, ihrirdischen Geschäfte! weichet von mir, ihr Sorgen! jetzt baue ich in meinem Herzen GOtteinen Tempel auf, es soll ein Bethaus werden, darin ich meinem GOtt allein die­nenwill. Ich vergesse, was dahinten ist; ich lege meine Arbeits- Lasten u. Handthierun­gen nieder, und richte meinen Sinn allein zum Himmel, zu GOtt, um mich in ihm zu erfreuen. Oder unaussprechlichen Liebe des großen GOttes! welche den Menschen einen Ruhetag von aller ihrer Arbeit be­stimmt hat; diese Ruhe ist ein Andenken der Ruhe im Paradiese: wo wir ohne mühſame Arbeit allezeit GOtt zu dienen u. zu loben wären beschäftiget gewesen. Diese Ruheist ein Bild der künftigen Himmels- Ruhe; denn es ist den Kindern GOttes noch eine voll­kommene Ruhe vorhanden und verheißen, welche in dem ewigen Leben anfangen wird, da werden sie von aller Arbeit, von Leiden und Schmerzen und von Sünden be­freiet sein. Ach gnädiger GOtt! laß mich den bevorstehenden Sonntag in deiner Furcht und in deiner Gnade hinbringen; bewahre mich vor bösen Gesellschaften, daß nicht etwa der Satan durch seine Werkzeuge mich möge von dem Gottesdienst abhalten,