Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
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Der glaubige Christ bereitet stch

heiliget hatte, da er in sechs Tagen die Welt erschaffen, und am siebenten ruhete. Diese Art des Gottesdienstes ist immer von den Erz- Vätern bei­behalten worden, bis GOtt in der Wüste die Hütte des Stifts aufrichten ließ, nach deren Bild Salomo hernach den Tempel bauete. Im neuen Testament feiern die Christen GOtt dem HErrn auch einen Tag, nämlich den Sonntag, als an welchem Tag Christus ist auferstanden, und der heilige Geist ausgegossen worden; wenn nun folcher Tag her­beikommt, so soll ein glaubiger Chrift: 1) des Sonnabends in Zeiten Feierabend, sein Gemüth von irdischen Sachen frei machen und seine Arbeit niederlegen. Er soll: 2) sich auf den bevorstehen­den Sonntag bereiten mit Beten, und GOtt loben für die vielen Wohlthaten, welche er die Woche über empfangen. Er soll: 3) dasjenige Evange­lium oder Epistel, welche man des Sonntags erkläret, in der Bibel aufschlagen, und darüber eine Betrachtung anstellen, und sich also zu andäch­tiger Anhörung des göttlichen Worts bereiten. Er soll: 4) in Zeiten sich mit solchen guten Gedanken zur Ruhe legen, damit er am Sontage desto früher und munterer bei dem Gottesdienst erscheinen könne. Gebet.

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Gnädiger und barmherziger GOtt! ich komme an diesem Tage vor dein heiliges Angesicht mit Loben u. Danken, daß du mich die vergangenen sechs Tage so gnädiglich erhaltenu. die Arbeit meiner Hände so reich­lich gesegnet hast. Du hast meinen Eingang u Ausgang bewahret, auf meinen Wegen mich behütet u. mir an Leib und Seele viel