Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch, in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge, 1) Für Gesunde; 2) Für Betrübte; 3) Für Kranke; 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, dem Sterbenden vorzusprechen, nebst den Fest- Andachten [...] von Johann Friedr. Starck [...]
Entstehung
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Borrede.

Hiemit lege ich dem Leser mein tägliches Handbuch zum wiederholte Male dar. Zwar scheinen die gegen­wärtigen Zeiten den Gebetbüchern gar nicht geeignet zu sein, indem ein Theil der Leute bei dem Aufstehen eher an seine Geschäfte, als an das Gebet denkt, vor dem Schlafengehen aber die schlummernden- Augenlider nicht mehr zum Gebetbuch brauchen kann. Wenn nun solche Seelen so geschickt wären, ohne Hülfe eines Buchs aus ihrem Herzen ein Gebet abzulegen, und ihr Verlangen GOtt vorzutragen, so könnten sie dieses Mittel zur Er­weckung ihrer Andacht entbehren. Weil sie aber auch dazu nicht tüchtig sind, so merkt man mit Erstaunen, daß solche arme Seelen uicht allein schläfrig im Christen­thum, irdisch gesinnt und ungeschickt zu allem Guten werden, sondern weil sie sich nicht durchs Gebet GOtt heiligen und übergeben, so kann sie ein jeder Wind be­wegen, ein jeder Sünder und jede Sünderin zu Eitel­keiten und sündlichen Gewohnheiten verführen. Wie nun solchen in die Welt verliebten Leuten eine Aufmunte­rung zum Gebet nöthig wäre, so findet sich eine andere Art Menschen, welche es für eine Schande halten, ein Gebetbuch im Hause zu haben und sich eines solchen Zu­