Bitte und Fürbitte.
5. Ach bleib mit deinem Schutze Bei uns, du starter Held, Daß uns der Feind nicht trutze Noch fäll' die böse Welt!
Durch welchen alles ist, Von dem wir alles haben, Gefunden Leib gieb mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib'!
Gott, du frommer Gott, Du Brunnquell guter Saben,
24.
Nach eigener Melodie.
3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß kein unnützes Wort Aus meinem Munde gehen, Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gieb den Worten Kraft Und Nachdruck ohn' Verdruß!
6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not!
Josua Stegmann 1588-1632.
6. Soll ich auf dieser Welt
2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, Mein Leben höher bringen, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet! Gieb, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und wenn ich's thu', so gieb, Daß es gerate wohl!
Durch manchen sauern Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gieb Geduld; vor Sünd Und Schande mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar!
4. Droht mir Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gieb einen Heldenmut, Das Kreuz hilf selber tragen! Gieb, daß ich meinen Feind Mit Sanftmut überwind', Und wenn ich Rat bedarf, Auch guten Rat erfind'!
5. Laß mich mit jedermann In Fried und Freundschaft leben, So weit es christlich ist! Willst du mir etwas geben An Reichtum, Gut und Geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget sei!
7. Laß mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden, Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab'!
23
8. Wenn du die Toten wirst An jenem Tag erwecken, Wollst du auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken. Laß hören deine Stimm, Ruf meinen Leib hervor Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor!
Jch. Heermann 1585-1647.


